Ehescheidung: Auf was Makler achten müssen

Ehescheidung: Auf was Makler achten müssen
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Wenn sich Makler scheiden lassen wollen, kann das zu ungewollten Komplikationen führen. Denn der Wert der Maklerfirma oder des Maklerbestands wird dann zum Spielball der Vermögensauseinandersetzung. Was man dagegen prophylaktisch tun kann, lesen Sie in dem Artikel unseres Medienpartners pfefferminzia.de.

Die Anzahl der Ehescheidungen in Deutschland ist in den vergangenen Jahren leicht gesunken. Dennoch scheitern jedes Jahr mehr als 150.000 Ehen und werden getrennt. Über 50 Prozent der Scheidungsanträge werden von Frauen gestellt. Der Hafen der Ehe besteht heute durchschnittlich 15 Jahre. Das ist etwa drei Jahre länger als vor 20 Jahren.

Die in der Versicherungs- und Finanzbranche als angestellte oder selbständige Beschäftigten machen dabei keine Ausnahme. Vielleicht ist der Anteil sogar etwas höher, denn man kommt mit vielen Menschen zusammen und manchmal wird eben auch eine neue Flamme der Liebe entfacht.

Kommt es zur Scheidung, stellt sich die Frage: Wer bekommt was? Und dann geht es nicht nur um das Klavier, das Auto oder die teure HiFi-Anlage. Gerade bei selbständigen Beratern oder Vermittlern geht es auch darum, wem der Bestand aus der Vertriebstätigkeit gehört. Und wer vielleicht sogar eine eigene Maklerfirma hat, muss sich überlegen, wie hoch deren Wert ist und wie man ihn ermittelt.

Gesetzlicher Güterstand oder Gütertrennung?

Nur selten ist in der Branche Gütertrennung als Schutz vor späteren Auseinandersetzungen der Ehepartner oder als Schutz vor Gläubigern anzutreffen, auch wenn Berater bei der Existenzgründung die Gütertrennung als Schutz empfehlen. Die auf Familienrecht spezialisierte Berliner Rechtsanwältin Anita Hillesheim erklärt:

„Die Gütertrennung besagt zunächst, dass jeder Partner das behält, was er/sie gekauft hat. Gemeinsam gekaufte Gegenstände müssen aber weiterhin einvernehmlich aufgeteilt werden, wenn es zu einer Trennung der Ehe kommen sollte. Es ist aber ein Irrtum zu glauben, dass die Gütertrennung einen Schutz gegenüber Gläubigern darstellt. Dem ist nicht so. Nur die Ansprüche gegen den Ehepartner können reduziert oder komplett ausgeschlossen werden.“

Hillesheim macht damit darauf aufmerksam, dass sowohl bei gesetzlichem Güterstand als auch bei Gütertrennung kein Ehepartner für die Verbindlichkeiten seines Partners haftet. Gläubiger können ihre Ansprüche nur gegen den jeweiligen Schuldner geltend machen. Jedoch haben Zahlungsansprüche gegenüber Ehepartnern erhebliche Auswirkungen auf untereinander bestehende Ansprüche, zum Beispiel im Rahmen des sogenannten Zugewinnausgleiches, welcher im gesetzlichen Güterstand im Falle der Scheidung durchzuführen ist.

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