Lückenhaftes Finanzwissen

Lückenhaftes Finanzwissen
Bildquelle: © Pixabay

Die Deutschen halten mittlerweile das Wissen über ihre persönlichen Finanzen für wichtiger als jenes über Gesundheit, Politik oder Ernährung. Allerdings gibt es offensichtlich noch erhebliche Wissenslücken – ein großes Betätigungsfeld also für Sie als aktiven Berater und Vermittler.

Laut einer Studie im Auftrag der Union Investment halten die Bundesbürger Wissen über ihre persönlichen Finanzen inzwischen für wichtiger als jenes über Gesundheit, Politik und Ernährung. Sehr unterschiedlich wird von Experten und Betroffenen jedoch beurteilt, wie hoch die Finanzkompetenz bereits ist.

Für die vom Marktforschungsinstitut Kantar Emnid im Auftrag der Union Investment Management Holding AG erstellte Studie wurden 1.014 Personen im Alter ab 14 Jahren sowie 600 Experten aus Finanzindustrie, Journalismus, Lehrerschaft, Politik und Verbraucherschutz befragt. Weitgehend einig waren sich beide Gruppen danach über die wachsende Bedeutung des Finanzwissens. 52 Prozent der Befragten aus der Bevölkerung messen dieser Thematik eine hohe Priorität zu und 65 Prozent der Fachleute.

Große Unterschiede in der Bewertung

Auseinander gehen die Urteile von Experten und der Bevölkerung bei der Einschätzung des Finanzwissens in Deutschland. Während die Bevölkerung sich selbst die Schulnote 2,5 gibt, erhält sie von den Experten nur eine 3,8. Mehr als 50 Prozent der befragten Bevölkerung bewerten das eigene Wissen mit gut oder sehr gut. Nur 5 Prozent der Experten vergeben diese Noten.

Die größten Wissensdefizite liegen nach der Selbsteinschätzung der Befragten im Bereich der Altersvorsorge. Darauf entfielen 83 Prozent der Nennungen, gefolgt von „Zinsen und Schulden, Ratenzahlung und Haushaltsbudget“ mit 79 Prozent, „Zinsen und Sparen“ mit 76 Prozent und „Versicherungen“ mit 72 Prozent. Orientierung erhoffen sich die meisten von der Eltern, Bekannten und von kompetenten Beratern.

Weitere Artikel