Nachholbedarf bei Gewerbeversicherungen

Nachholbedarf bei Gewerbeversicherungen
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Sie erwirtschaften fast die Hälfte der Bruttowertschöpfung der deutschen Volkswirtschaft, doch versicherungstechnisch haben die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) noch mächtig Nachholbedarf, wie eine aktuelle Studie der Gothaer zeigt.

Allgemein sichern sich der Studie zufolge weniger als die Hälfte der kleinen und mittleren Unternehmen in Deutschland mit nur bis zu drei Versicherungen ab. An erster Stelle steht dabei die Betriebshaftpflichtversicherung, über die 88 Prozent der befragten Unternehmen verfügt. Aber dann wird es schon dünn.

An zweiter Stelle folgt mit gerade einmal 65 Prozent die gewerbliche Gebäudeversicherung. Bei allen anderen Produkten liegt die Quote weit unter der 50-Prozent-Marke: Elektronik (38 Prozent), BU (32 Prozent), Geschäftsinhalt (31 Prozent) – ganz zu schweigen von D&O (zwölf Prozent) und Cyber (neun Prozent).

Unkenntnis über abgedeckte Schäden

Grund für diese flächendeckende Unterversicherung ist aber nicht blinde Sparwut bei den Unternehmen, sondern vielmehr schlicht Unkenntnis. So waren immerhin 39 Prozent der befragten Unternehmen der (falschen) Ansicht, ihre Betriebshaftpflicht decken auch Schäden durch Datendiebstahl oder Hackerangriffe ab. Dass es hierfür einer speziellen Cyber-Police bedarf, entzog sich ihrer Kenntnis.

Für Sie als Vermittler tut sich in Sachen Gewerbeversicherung ein riesiges Betätigungsfeld auf. Denn nur 42 Prozent der befragten Unternehmen überprüfen jährlich, ob ihr Versicherungsschutz noch den aktuellen Bedürfnissen entspricht. Es herrscht also sowohl Aufklärungs- als auch konkreter Versicherungsbedarf in einem Bereich, dessen Vertriebspotenzial oftmals unterschätzt wird.

Ordentliches Budget für Versicherungen

Wie aus der Gothaer-Studie hervorgeht, gibt die Hälfte der KMU immerhin bis zu 2.000 Euro monatlich für die Gewerbeversicherungen aus. Bei knapp einem Viertel (24 Prozent) der befragten Unternehmen liegen diese Ausgaben sogar zwischen 2.001 und 5.000 Euro.

Die komplette Gothaer-Studie mit interessanten Hintergrund-Infos und Grafiken können Sie sich hier herunterladen.

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