Das müssen Sie zu Fotos und Quellennachweisen wissen

Das müssen Sie zu Fotos und Quellennachweisen wissen
Bildquelle: ©scyther5/shutterstock.com/115796497

Interessante Artikel oder Meldungen mit tollen Bildern auf der eigenen Homepage veröffentlichen, ist die eine Sache. Dabei nicht in rechtliche Fallen zu tappen, die andere. Was bei Bildquellen und Copyright zu beachten ist.

Fotos sind grundsätzlich urheberrechtlich geschützt – und zwar unabhängig davon, ob ein Foto mit einem Copyright versehen ist oder nicht. Das bedeutet: Jedes Foto hat einen Urheber und unterliegt automatisch einem urheberrechtlichen Schutz.

Dabei unterscheidet das Urhebergesetz (UrhG) zwischen „Lichtbildwerken“ und „Lichtbildern“. „Lichtbildwerke“ sind Fotografien, die eine geistige Schöpfung darstellen, d.h. von künstlerischer oder professioneller Qualität sind. Nach § 64 UrhG beträgt die Schutzdauer des Urheberrechts an solchen Lichtbildwerken 70 Jahre nach dem Tod des Fotografen.

Lichtbilder sind dagegen „andere Fotografien“. Es handelt sich um „Schnappschüsse“, denen die erforderliche Schöpfungshöhe fehlt, um ein „Lichtbildwerk“ zu sein. Die Schutzdauer beträgt hier nur 50 Jahre ab der Erstveröffentlichung (§72 Abs. 3 UrhG).

Was hat der Urheber von Fotos für Rechte?

Aus dem UrhG ergibt sich ein Bündel von Rechten, das der Urheber mit Entstehen der Bilder automatisch erwirbt. Hierbei handelt es sich insbesondere um diese Rechte:

  • Vervielfältigungsrecht, § 16 UrhG
  • Verbreitungsrecht, § 17 UrhG
  • Ausstellungsrecht, § 18 UrhG
  • Recht der öffentlichen Zugänglichmachung, § 19 a UrhG
  • Recht auf Benennung als Urheber, § 13 UrhG.

Nach § 13 UrhG entscheidet der Urheber, ob und wie er als Urheber an dem Foto zu benennen ist. Er entscheidet also, ob überhaupt ein Bildquellennachweis bei der Nutzung des Fotos anzubringen ist – und wenn ja, wie dieser genau zu formulieren ist.

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